Auf diesem kleinen Rundgang kann man der Geschehnisse zu Blutpfingsten gedenken.
Blume
“Blume ” ist einer dieser Orte und liegt gegenüber unserer historischen Werrabrücke. Im Jahr 1626 besetzte Graf Tilly die “Blume” und seine Truppen brannten die Häuser nieder, denn dort musste er Geschütze aufstellen, um die Stadtz anzugreifen. Die Luft roch nach Rauch und in den Steinen hallt noch das Echo jener Tage nach. Auf dem Bild kann man sehen, wie es wohl 1626 dort ausgesehen haben muss.
Historische Werrabrücke
Auf der historischen Werrabrücke stelle sich der ein mutiger Bürger, Asmus Teufel, gegen die Angreifer. Asmus Teufel war ein Leinenwebermeister , er nahm seinen ganzen Mut zusammen und versah eine Kanone mit Radnägeln, Kugeln und kleinen Eisenteilen. Er drehte das Geschütz auf der Brücke Richtung Angreifer und sorgte für eine verheerende Wirkung. Die Angreifer, die nicht verletzt oder gar getötet wurden, wichen zurück. Asmus Teufel konnte in dieser Nacht durch die Werra nach Göttingen fliehen.
Tillyhaus
In der Marktstraße 15 findet man heute noch das Wohnhaus, in dem es sich Graf Tilly nach seinem Massaker “gemütlich” gemacht hat. Er blieb dort einige Tage, bis er weiter zog und dieses Haus seinen Soldaten überließ.
Aegidien Kirche
Die Aegidien Kirche wurde bereits im 13. Jahrhundert gebaut und an Blutpfingsten durch die Explosion des Pulverturms, der in unmittelbarer Nähe stand, sehr stark beschädigt. 1684 begann man mit dem Wiederaufbau und konnte diesen erst 1729, mehr als 100 Jahre nach der Zerstörung, abschließen. Die Kirche wird seit 2019 als Café und Kirche genutzt, nachdem sie entwidmet und von einer kirchlichen Stiftung erworben wurde.
Insel Tanzwerder
Unsere kleine Insel Tanzwerder diente dem Tillyschen Heer als Ort des Rückzuges vor allem für die wertvollen Pferde, die dort genügend Gras und Wasser zur Verfügung hatten, um sich von den Strapazen zu erholen und neue Kräfte zu sammeln für die weiteren Geschehnisse.
Tillyschanze
Die Tillyschanze lockt mit einem 25 Meter hohen Aussichtsturm, der seit jeher Besucher und Einheimische gleichermaßen begeistert. Am Rand des Reinhardswaldes thront sie wie ein stiller Beobachter der Umgebung. Zwischen 1881 und 1885 entstand ihr Turm, dessen Name
eine klare Geschichte trägt: Er erinnert an die Belagerung und Erstürmung der Stadt Münden im 30-jährigen Krieg und greift damit auf Johann T’Serclaes von Tilly zurück. Im oberen Turmzimmer prangt das Turmrelief des Bildhauers Gustav Eberlein (1847–1926) und schildert die Verteidigung der Stadt gegen den Feldherrn Tilly in eindrucksvollen Zügen. Die Turmplattform trägt die Erinnerung an Blutpfingsten in sich und dient gleichermaßen als Symbol für die historische Bedeutung der Stadt.

