Bis zum 01.11.2026 wird an den Mitbegründer des Museums Heinrich Gustav Eberlein gezeigt. Als Bildhauer gefeiert sah er sich mit dem 1892 erschienenen Buch „Aus eines Bildners Seelenleben“ als universeller Künstler. Malerei, Poesie und musikalische Komposition waren weitere Facetten eines Künstlers, dessen Ruhm die Zeitenwende des Ersten Weltkrieges nicht überdauerte und dessen Werk in Vergessenheit geriet, um buchstäblich fast vollständig auf dem „Müll der Geschichte“ zu landen.
Eine wichtige Wendung geschah im Jahre 1982 mit dem gezielten Wiederauffinden der zur Packlage zerschlagenen Gipsentwürfe und dem langen und andauernden Weg, Eberlein wieder einen bedeutenden Platz unter den Bildhauern Deutschlands in der Gründerzeit zuzuweisen.
Maßgeblich hieran wirkte der Verein Gustav-Eberlein-Forschung e. V. unter der Jahrzehnte andauernden Forschung von Prof. Rolf Grimm und dessen Werksverzeichnungen, die sein Sohn Rudo nun auch frei zugänglich im Internet präsentiert.
Nun feiern einige seit vielen Jahren im Depot eingelagerte Werke und erstmals auch Collagen, die Eberlein für sein „Seelenleben“ anfertigte, mit erneuter Sichtbarkeit eine Art Wiederauferstehung.