Flecken Adelebsen – Eingebettet in einstige vulkanische Berge und Wälder

Der Flecken Adelebsen liegt am nördlichen Rand des Naturparks Münden zwischen Bramwald und Solling. Seine reizvolle naturbelassene Landschaft verläuft inmitten des Schwülme- und Auschnippetals und wird von ehemals vulkanischen Bergen und Wäldern umgeben. Seit über 150 Jahren wird noch heute auf der Bramburg Basalt für den Straßen- und Gleisschotterbau abgebaut.

Der Hauptort Adelebsen wird von einem massiven und sehenswerten Bergfried sowie einem Schloss, welches noch heute bewohnt wird, überragt. Ein Panoramawanderweg verbindet Adelebsen über das Niemetal mit Hann. Münden. Die Landschaft kann auf zahlreichen Wander- und Radwegen um die Ortschaften herum erkundet werden. Besucher sind herzlich eingeladen, denn das Motto Adelebsens lautet: „Abwechslungsreich zeigt sich die Landschaft, vielseitig die Natur. Beste Voraussetzungen für Erholung pur“.

Burg Adelebsen

Die Herren von Wichbike siedelten 1234 nach Adelebsen über und errichteten die in ihren ältesten Teilen noch stehende Burg. Der die Hauptburg weithin überragende 38,75 m hohe fünf-, im oberen Teil sechseckige Bergfried stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den mächtigsten Wohn- und Verteidigungstürmen dieser Zeit. Im 16. Jahrhundert wurde ein großer Renaissancetrakt errichtet, von dem heute nur noch ein Treppenturm existiert. 1640 errichtete ein Herr von Adelebsen, der Kanzler in Kassel war, auf einer vorgelagerten Terrasse ein Lustschloss, das 1890 erweitert wurde.

Dem Besucher bietet sich heute ein Ensemble unterschiedlicher Epochen, umgeben von Gartenterrassen auf ehemaligen Verteidigungsanlagen. 1947 gründete der letzte Herr von Adelebsen eine Stiftung zur Erhaltung der historischen Anlagen.

Jüdischer Friedhof zu Adelebsen

Der Flecken Adelebsen – am Rande des Solling im südlichen Niedersachsen gelegen – kann auf eine mehr als 300 Jahre dauernde Geschichte jüdischen Lebens zurückblicken. Im 19. Jahrhundert wurde er wegen des hohen Anteils jüdischer Einwohner sogar als „Klein Jerusalem“ bezeichnet. Heute erinnern daran im Ortsbild nur noch ganz wenige Spuren. Sichtbar „überlebt“ hat wie die meisten Totenäcker der vernichteten jüdischen Gemeinden in Deutschland (230 allein in Niedersachsen) nur der Friedhof. Dieses nach jüdischem Brauch so genannte „Haus des Lebens“ als historische Quelle zu erschließen und als Stätte der Erinnerung zugänglich zu machen, ist das Ziel einer vorliegenden Dokumentation, ein Stück unerledigter und notwendiger Trauerarbeit.

Die Dokumentation Im Steilhang. Der jüdische Friedhof zu Adelebsen. Erinnerung an eine zerstörte Gemeinschaft“ von Berndt Schaller und Eike Dietert, entstand im Auftrag des Flecken Adelebsen anlässlich der im Herbst 2004 abgeschlossenen Sanierungsarbeiten des jüdischen Friedhofes.

Steinarbeitermuseum Adelebsen

Das Steinarbeitermuseum Adelebsen wurde im Mai 1994 in der gemeindeeigenen, restaurierten alten Schule am Kirchweg eröffnet. Es wird vom „Museumsverein für Steinarbeit und ländliches Alltagsleben e. V.“ ehrenamtlich gestaltet und betreut.

Das Alltagsleben der Steinarbeiter im Raum Adelebsen ist der inhaltliche Schwerpunkt des Museums, denn die Basaltbrüche auf der Bramburg, der Grefenburg und dem Backenberg waren über Jahrzehnte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in dieser Region. Zeitweise haben dort über 1000 Arbeiter unter schwierigsten Bedingungen Basalt abgebaut und verarbeitet. Ihre Geschichte ist die Grundlage für ein sozialgeschichtliches Museum, das auch von überregionaler Bedeutung ist.

Gezeigt werden der Berufsalltag der Steinarbeiter, eine Klipperbude, eine dörfliche Küche sowie die Arbeits- und Lebenswelt der Steinarbeiter-Frauen.

Öffnungszeiten

April bis Oktober  jeden Sonntag von 15.00 bis 17.30 Uhr. Das Museum ist auch während der Sommerferien geöffnet. Gruppenbesuche ganzjährig nach Vereinbarung.

Kontakt

Steinarbeitermuseum Adelebsen, 1. Vorsitzender Werner Lindemann, Kirchweg 8, 37139 Adelebsen, Telefon: 05506 7801

Naturlehrpfad Adelebsen

Der 2014 eröffnete Naturlehrpaf Adelebsen, der als Rundweg angelegt ist, eignet sich ideal für einen Familienspaziergang. Auf zahlreichen Schautafeln werden hier einheimische Bäume, Büsche und Pflanzen erläutert. Den Eingang des Pfades erreichen Sie über die Straße „Zum Breiten Busch“.

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E-carts Rennstall – Carrera-Club in Adelebsen

Der E-carts Rennstall bietet für Groß und Klein garantierten Fahrspaß im Maßstab 1/32. Auf drei perfekt präparierten Rennpisten, insgesamt 100 Meter, können eigene oder vom Rennstall gemietete Hochleistungsboliden an ihre physikalischen Grenze heran geführt werden.

Gruppen ab 6 Personen können den E-carts Rennstall mieten. Ideal für Kindergeburtstage, Familienfeiern, Firmenfeiern oder Jugendgruppenexkursionen.

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Studio Wasserscheune in Adelebsen

Gleich über zwei Auszeichnungen auf Bundesniveau konnten sich Beate Birkigt-Quentin und Günther Quentin freuen: Ihr Studio Wasserscheune in Adelebsen-Erbsen wurde vom Bund Heimat und Umwelt (BHU) mit zwei Sieger-Plaketten bedacht – in den Sparten „Energie sparen in Baudenkmälern“ und „Neues Leben unter alten Dächern“.

Das Studio Wasserscheune ist ein Kulturzentrum „auf dem Dorf“, wo regelmäßig Ausstellungen, Konzerte, Seminare und Workshops stattfinden. Das Gebäude ist eine 200 Jahre alte Scheune, die seit jeher im Volksmund „Wasserscheune“ genannt wurde. 1988 hat das Ehepaar Quentin die Scheune in ursprünglicher Form wieder aufgebaut und 2000 als „Studio Wasserscheune“ öffentlich zugängig gemacht.

Ausgezeichnet wurde die umgebaute Scheune vor allem für ihr innovatives Energiesystem. Das setzt zunächst einmal optimale Wärmedämmung des historischen Gebäudes voraus. Geheizt werden die Räume der Wasserscheune über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Ergebnis: Angenehmes Raumklima und angenehme Wärme. Das Energiesystem wird durch eine Solaranlage auf dem Dach ergänzt, die rechnerisch den Strom für das Gebäude liefert und es somit autark macht.

Die Ausstellungen sind sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Kontakt

Studio Wasserscheune in Adelebsen, Alte Dorfstraße 4, 37139 Adelebsen
Telefon: 05506 9555-99, E-Mail: wasserscheune@quentin.de, Internet: www.quentin.de

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