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Nach einem über vier Jahre andauernden Krieg mit Millionen von Toten, Elend und Hunger löste im November 1918 die Meuterei kriegsmüder Matrosen eine Revolution in Deutschland aus.

Während die Monarchie wie ein Kartenhaus zusammenbrach, rangen zornige Revolutionäre und bedächtige Reformer um die Zukunft des Landes. Auch in Südniedersachsen mit seinen kleineren und mittleren Städten und seiner ländlichen Struktur zwischen Weser und Leine machte der Aufbruch in eine neue Epoche nicht halt.

Die Hypothek des verlorenen Krieges wog schwer. Der Schwung der Revolution verlor sich in Ernüchterung bis zur bitteren Verzweiflung. Trotz Hunger und Mangelwirtschaft, nutzte man nun freie Wahlen zu einem Systemwechsel in eine parlamentarische Republik. Doch Angriffe von links und rechts erschütterten auch unsere Region. Eine in tarifliche Bahnen gelenkte Arbeitszeit führte zum Aufblühen von Vereinen, insbesondere den Arbeitersportvereinen.

Gemeinsam mit dem Museum der Stadt Uslar und dem Archiv der Stadt Hann. Münden reifte die Idee eine Wanderausstellung zu konzipieren, die die Menschen der damaligen Zeit in den Mittelpunkt stellt und über lokale Ereignisse berichtet, die nach 100 Jahren fast dem Vergessen anheimgefallen sind. Sie macht nach Uslar nun in der Zeit vom 02.06.-08.09.2018 im hiesigen Museum der Stadt Hann. Münden im Welfenschloss Station.