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Gustav Blume – Heimatschriftsteller und Lokalpatriot – ein illustrer Rundgang im Rahmen des Mündener Heimatprojekts –

Auf den Spuren der Heimatforschung bewegt sich ein illustrer Rundgang, geführt von Holger Gruber (Heimatforscher) und Kathrin Körtge (Stadtführerin) an ausgewählte Orte der Innenstadt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Heimat – wo bin ich zuhause“ ist das Buch „Münden vor fünfzig – sechzig Jahren“ Thema dieses Rundgangs. Der Verfasser, Gustav Blume, ein echter „Mündener Junge“, erstellte in den zwanziger Jahren in langwieriger und mühevoller Arbeit eine Auflistung sämtlicher Straßen und Häuser der Mündener Altstadt. Mithilfe von Katasterbüchern entstand eine Chronik, die nicht nur aufzählt, sondern auch ganz persönliche Geschichten und Erlebnisse der Bewohner erzählt.

Im Jahre 1935, kurz vor dem Tod Gustav Blumes, wurde dieses Buch von der Mündener Druckerei Friedrich Klugkist gedruckt. Es enthält neben Zeichnungen von Alfred Hesse auch Abbildungen von Persönlichkeiten sowie von Straßen und Gebäuden. Im besten Sinne stellt es also einen Beitrag zur Baugeschichte, zur Kulturgeschichte und Familien- und Geschlechterkunde der Stadt Mündens dar. Dabei wird die Geschichte Mündens während einer Epoche präsentiert, in der sich bestehende Ordnungen wie z. B. das Arbeitsleben durch die Industriealisierung stark veränderten.

Nicht nur eine literarische Rarität, sondern eine Fundgrube von örtlichen Fakten ist dieses Buch, was sich an Mündens Heimatforschung durch Wilhelm Lotzes reichhaltige Geschichte der Stadt Münden anschließen muss. Ob es ernstzunehmende Ereignisse oder heitere Anekdoten aus dem Alltag der jeweiligen Bewohner und Hausbesitzer waren, Gustav Blume schuf mit seinem Werk kurzweilige Unterhaltung. Auf humorvolle Art erweckte er die Mündener Häuser mit seinen Geschichten zum Leben und nicht selten kommt die Eigenwilligkeit und Beharrlichkeit der Mündener Mentalität dabei zum Vorschein.

Neben der Biografie Gustav Blumes und seiner Bedeutung für die damalige Entwicklung des Fremdenverkehrs werden bei diesem Rundgang Sternstunden aus Mündens jüngerer Vergangenheit dagestellt. Das klingt für alle „alten, jungen und neuen“ Mündener nach einem Stück lebendiger Heimatgeschichte, bei der vieles in Erinnerung gerufen wird und man vielleicht sogar die eigene Familiengeschichte wiederfinden kann.

Um eine Spende für das Spendenparlament wird gebeten.

Treffpunkt: Samstag, 21.09.2019, um 15.00h am Rathaus Lotzestrasse. Dauer: 1,5 Stunden.