Weserrenaissance Rathaus

Das historische Rathaus von Hann. Münden zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Weserrenaissance. Der Ursprungsbau wurde bereits um 1400 errichtet. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erfolgte ein Umbau im Stil der Weserrenaissance. Das Rathaus wurde mit einer aufwendigen und bunten Schmuckfassade versehen, die die damalige Macht und den Reichtum der Stadt repräsentiert.

Mit dem prunkvollen Portal, den drei Zwerchhäusern und dem doppelgeschossigen Erker, der sogenannten „Utlucht“, an der  Nordfront bildet das Rathaus einen Kontrast  zum schlicht wirkenden  Welfenschloss. Heute beherbergt das Rathaus das Standesamt und die Tourist-Information.

Im Inneren gibt es zwei übereinanderliegende Saalbauten. In den 1920er Jahren wurde die untere Rathaushalle mit Wandbildern, die die Stadtgeschichte wiedergeben, verziert. An der Hauswand erinnern zahlreiche Pegelmarken an vergangene Hochwasser. Die Maß-Elle neben dem Nordportal zeugt vom bunten Markttreiben auf dem Rathausplatz.

Im ersten Stock können unzählige Hochzeitsherzen von Mündener Brautpaaren bestaunt werden, die das Rathaus seit etwa 20 Jahren schmücken. Dabei handelt es sich um Holzherzen, die oftmals liebevoll von den Trauzeugen gestaltet werden. Nach der Trauung darf das Brautpaar sein persönliches Hochzeitsherz an einem der Stützbalken vor dem Standesamt festnageln.

Glockenspiel mit Figurenumlauf des Doktor Eisenbart

Drei Mal täglich erklingt das Glockenspiel im Rathausgiebel an der Nordseite. Der Figurenumlauf stellt eine Behandlung des legendären Wanderarztes  Johann Andreas Eisenbart dar. Zu sehen ist das Glockenspiel jeweils um 12.00, 15.00 und 17.00 Uhr.

Eine Broschüre mit dem Text des Eisenbartliedes erhalten Sie in der Tourist-Information.

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