Rundgang durch die historische Altstadt

Wir freuen uns, Sie mit diesem kleinen Stadtrundgang durch Hann. Münden begleiten zu können. Der eingezeichnete Rundkurs ist nur ein Vorschlag, selbstverständlich können Sie die Sehenswürdigkeiten auch individuell besuchen. Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie anhand der Nummerierung.

Dauer ca. 70 Minuten (inkl. Erläuterungen), ca. 2,5 km Länge

1 – Weserrenaissance Rathaus

Das Rathaus wurde 1603 – 1608 durch den Lemgoer Baumeister Georg Crossmann umgebaut und erhielt seine heute unverwechselbare Schmuckfassade.

In der unteren Rathaushalle erzählen Wandmalereien von 1927-29 Auszüge aus der Stadtgeschichte.

Am und im Rathaus gibt es noch viel zu entdecken; Holzherzchen der Hochzeitspaare, Inschriften und Wappen, Hochwassermarken und die Elle neben dem Schmuckportal, die Maßeinheit früheren Markttreibens.

2 – St. Blasius Kirche

Die St. Blasius Kirche ist eine weiträumige Hallenkirche zu vier Jochen mit kurzem 5/8 Chor.

Im Langhaus befindet sich ein Kreuzrippengewölbe mit achteckigen Pfeilern. Chor und Ostjoch entstanden Ende des 13. Jahrhunderts, der übrige Teil zwischen 1487 und dem Ende des 16. Jahrhunderts. Reste einer vorausgegangenen Basilika sind im Inneren der St. Blasius Kirche noch heute sichtbar.

3 – Sterbehaus Doktor Eisenbart

Am 11. November 1727 verstarb Doktor Eisenbart im damaligen Gasthaus „Zum Wilden Mann“. An seinem Sterbehaus in der Langen Straße 79 erinnert seit seinem 200. Todestag eine Holzstatue an ihn.

4 – Aegidienkirche, Grabstein von Doktor Eisenbart

Nach seinem Tod wurde Johann Andreas Eisenbart in einer Gruft im Altarraum in der St. Aegidienkirche beigesetzt. Sein barocker Grabstein – mit einem falschen Geburtsjahr versehen – wurde 1837 an der Nordseite der Kirche aufgestellt.

5 – Welfenschloss

Das Welfenschloss wurde im Jahre 1501 durch Herzog Erich I. von Lüneburg-Braunschweig als gotischer Bau vollendet und diente fortan als Residenz und Verwaltungssitz. 1560 wurde es durch einen Brand fast vollständig zerstört und durch Herzog Erich II. im Stil der frühen Weserrenaissance wieder aufgebaut. Das heutige Welfenschloss ist der eindrucksvolle Überrest früherer Herrschaftssitze, das mit dem Tode Erichs II. seinen einmaligen Glanz verlor und von dort an nur noch gelegentlicher Aufenthaltsort des Landesherrn war. Im Jahre 1849 zerstörte ein Feuer den Südflügel des Schlosses, der nicht wieder aufgebaut wurde.

6 – Alte Werrabrücke

Die alte Werrabrücke steht am nördlichen Ende der Altstadt. Um 1250 erbaut, zierten früher Türme und Überdachungen das historische Bauwerk, welche Ende des 18. Jahrhunderts dem Ausbau der Straße zwischen Kassel und Hannover weichen mussten, damit größere Frachtwagen die Brücke passieren konnten.

Im Laufe der Jahre haben Hochwasser und andere Umwelteinflüsse der alten Werrabrücke so zugesetzt, dass sie 1986 von Grund auf saniert wurde.

7 – Weserstein

Die Geschichte des Wesersteins beginnt im Jahr 1899. Der Fabrikant Carl Natermann wählte zur Bezeichnung des Ursprungs der Weser einen 70 Zentner schweren Quarzit aus den Wäldern von Hann. Münden und ließ den von ihm gedichteten poetischen Vers in Stein meißeln:

„Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büßen müssen
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weserfluss“

8 – Hagelturm

Der Fährenpfortenturm, auch Hagelturm oder Natermannturm genannt, befindet sich mitten in der historischen Altstadt am Ende der Radbrunnenstraße. Die Fährenpforte, nach der der Turm benannt ist, wurde bereits 1383 urkundlich erwähnt. Der Inhaber der Firma Haendler & Natermann kaufte den Turm 1848, um darin Bleischrot im Turmgießverfahren herzustellen. Blei wurde in der Turmkammer geschmolzen und durch ein Sieb gegossen. Die Bleitropfen fielen wie Hagel in den Brunnen hinab.

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