Ortschaften

Der Stadt Hann. Münden gehören die 10 unten aufgeführten Ortschaften an.

Wappen Gimte

Bonaforth

Bonaforth (477 Einwohner – Stand: 31.12.2016) liegt 3 km südwestlich der Stadt Hann. Münden am rechten Ufer der Fulda und am Rande des Kaufunger Waldes. Erstmals wird Bonaforth urkundlich im Jahre 1318 als „Bollenvorde“ im Lehnbuch des Herzogs von Braunschweig erwähnt. Der Name des Ortes geht zurück auf die Furt, die hier durch die Fulda führte. Frühe Namen des Ortes waren Bollenford (1451), Bonforte (1498), Boneforde (1585), Bonenfurt (um 1715). Daraus entwickelte sich der heutige Name Bonaforth (1785). Die ergiebigen Lehm- und Tonvorkommen in Bonaforth wurden zur Herstellung von Ziegeln und Backsteinen – vor allem für die Mündener Häuser – abgebaut. Es entstand eine Ansiedlung von Ziegeleien. Die Bonaforther Kapelle besteht aus einem massiven Unterbau und einem darauf stehenden Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert.

www.bonaforth.net

Wappen Gimte

Gimte

Gimte (1.896 Einwohner – Stand: 31.12.2016) liegt im südlichsten Zipfel von Niedersachsen und ist das erste Dorf am rechten Ufer der Weser. Das Gebiet um Gimte ist reich an Funden aus früher vorgeschichtlicher Zeit. Die erste schriftliche Erwähnung findet das Fischer- und Flößerdorf Gimte als „Gemmet“ 970 n. Chr. Bereits zehn Jahre zuvor wird das Kloster Hilwartshausen urkundlich genannt, das stets für die Entwicklung Gimtes von Bedeutung war. Das Dorf blickt somit auf eine weit über 1000-jährige Geschichte zurück. Am 01.07.2006 feierte die Marienkirche ihr 1000-jähriges Bestehen. Vereine und Verbände, die die dörfliche Gemeinschaft pflegen, prägen das kulturelle Leben.

www.gimte.de

Hemeln

Hemeln (918 Einwohner) ist ein kleiner Ort an der Oberweser, 11 Kilometer stromabwärts des Zusammenflusses von Werra und Fulda, gegenüber der hessischen Gemeinde Reinhardshagen/Veckerhagen. Hemeln gehört zu den ältesten Dörfern der Gegend. Der Frankenkaiser Ludwig der Fromme schenkte im Jahr 834 „Hemlion“ dem Kloster Corvey. Bemerkenswert ist der Bestand an gut erhaltenen Fachwerkhäusern im Ortskern. Vereine und Verbände gestalten und unterstützen das kulturelle Leben in Hemeln.

Zur Ortschaft gehören die Ortsteile Glashütte (77 Einwohner) und Bursfelde (28 Einwohner). Das Dorf Glashütte wurde als letzte Glashütte im Bereich des Bramwaldes vor über 250 Jahren gegründet. Südlich von Glashütte steht der Rundturm der erstmals 1222 urkundlich erwähnten Bramburg auf einem Bergsporn des Bramwaldes. Bursfelde wird durch die 1093 erbaute Klosterkirche geprägt. Durch das „Geistliche Zentrum Kloster Bursfelde“ und die „Bursfelder Sommerkonzerte“ ist das kleine Dorf weit über die Region bekannt.

www.hemeln.de

Wappen Hemeln

Marienkirche

Der romanische Westturm der Hemelner Kirche wurde um 1200 errichtet. Der Kirchenbau wurde 1681 wie der Turm in Bruchsteinmauerwerk erbaut.

Forstamt Münden

Das ehemalige Haus eines Waidhändlers und Partikuliers wurde 1789 erbaut. Später wurde es Sitz des „Reitenden Försters“ bzw. Forstamtes.

Weserfähre

Vor fast 700 Jahren wurde die Fähre erstmals urkundlich erwähnt. Als verbindendes Element zwischen Hessen und Niedersachsen übernimmt die Fähre noch heute eine wichtige Funktion.

Ältestes Haus Hemeln, Hauptstraße 48

Das ehemalige „Wohn-Stall-Speicherhaus“ wurde 1553 errichtet und ist damit das älteste vollständig erhaltene Haus in Hemeln.

Hedemünden

Hedemünden (1.296 Einwohner – Stand: 31.12.2016) wurde 1017 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt bis 1930 die Stadtrechte. Mit der Fertigstellung der Ortsumfahrung, dem Rückbau der ehemaligen B 80 im Ortskern und der Dorferneuerungsmaßnahmen erhielt Hedemünden seinen beschaulichen Charakter zurück. In unmittelbarer Nähe zur Autobahn A 7 verfügt Hedemünden über eine Vielfalt an Gewerbebetrieben.

Das Römerlager wurde vor über 2000 Jahren – im Zuge der militärischen Vorstöße römischer Legionen – im germanischen Gebiet zwischen Rhein, Weser und Elbe als Versorgungs- und Marschlager gegründet. Es gilt als ein herausragendes archäologisches und landesgeschichtliches Kulturdenkmal östlich der Flüsse Weser und Werra.

St. Michaeliskirche

Die um 900 erbaute romanische Saalkirche wurde 1210 durch eine zweischiffige Kirche ersetzt. Um 1400 erfolgte eine Erweiterung und der Bau der Burgmauer. Die barocke Dachform und Innenausstattung aus Holz datiert von 1725. In der Kirche sind Wandmalereien um den damaligen Katharinen-Wallfahrts-Altar, ein frühgotisches Kruzifix und eine Renaissance-Kanzlei zu finden. Die St. Michaeliskirche ist im Sommerhalbjahr tagsüber geöffnet.

www.hedemuenden.net

Wappen Hedemünden
Wappen Laubach

Laubach

Laubach (350 Einwohner – Stand:31.12.2016), ist ein idyllisch oberhalb der Werra gelegenes Dorf am Nordrand des Kaufunger Waldes. Es wurde 1353 erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1832 gehörte Laubach zu Hessen, bevor es im Zuge eines Grenzaustausches zum Königreich Hannover kam. Der Kaufunger Wald mit seinen herrlichen Wanderwegen – insbesondere im Grundbach- und im Glasebachtal – prägt die Umgebung des Ortes. Die 59 m hohe Autobahnbrücke (A7), die bei Laubach das Werratal überspannt, wurde einst als technische Meisterleistung bewundert und wird heute eher als „Zweckbau für den Autoverkehr“ angesehen. 1962 kreierte Heinz Hartung das Laubacher Wappen, in dem zum ersten Mal in der deutschen Heraldik eine Autobahnbrücke zu sehen ist. Seit 1989 verläuft parallel zur Autobahnbrücke die ICE-Bahntrasse. In der Gemarkung Laubach befindet sich das Portal zu dem mit 10,5 km zweitlängsten Eisenbahntunnel Deutschlands. Dörfliche Gemeinschaft hat in Laubach große Bedeutung. Seit 1999 berichtet der „Laubacher Trommelstock“ regelmäßig über das aktive Vereinsleben und die kulturellen Aktivitäten im Ort.

www.laubach-werra.de

Wappen Lippoldshausen

Lippoldshausen

Lippoldshausen ist durch seine Bergdorflage, die schönen Fachwerkbauten, die gut ausgebauten Wanderwegen und nicht zuletzt durch seine beiden Landgasthäuser ein beliebtes Ausflugsziel. Als östlicher Ortsteil der Stadt Hann. Münden ist die waldreiche Umgebung des Dorfs im Grenzbereich zwischen Muschelkalk und Buntsandstein Standort seltener Pflanzen. Das Ortswappen wird daher von einer Blüte des Frauenschuh geschmückt.

Lippoldshausen ist ein Dorf mit Traditionen und einem regen Vereinsleben. Für Ausflüge mit dem Fahrrad bietet das Dorf den idealen Start-/Schlusspunkt. Lippoldshausen liegt an der Werra, unweit der Vereinigung von Werra und Fulda zur Weser. Der Ort verfügt über vier eigene gut ausgeschilderte Wanderwege unterschiedlicher Länge, welche durch den hiesigen Heimat- und Kulturverein gepflegt werden. Entsprechendes Kartenmaterial kann direkt vor Ort in den Landgasthäusern gekauft werden. Der europäische Fernwanderweg E6/X5 durchquert auf dem Weg von der Türkei/Griechenland nach Norwegen/Finnland das Dorf, welches den Fernwanderern auch als Übernachtungsmöglichkeit dient.

Besonders beliebt ist Lippoldshausen auch bei den Kurzausflüglern, die in den Landgaststätten einfach nur eine gute Mahlzeit einnehmen wollen, bei der das Fleisch noch vom Bauernhof aus der Region stammt. Auch Gruppen sind hier willkommen und es gibt spezielle Wochenendangebote für Motorradfahrer oder andere Reisegruppen.

www.lippoldshausen.org

Mielenhausen

Mielenhausen (445 Einwohner – Stand: 31.12.2016), verkehrsgünstig an der B 3 zwischen Kassel und Göttingen gelegen, wurde urkundlich im Jahr 1260 das erste Mal erwähnt. Im Jahr 2010 feierte die Ortschaft das 750-jährige Bestehen. Der Ort liegt malerisch an einem Hang zwischen Schedebach und Bramwald. Eine gute Dorfgemeinschaft und ein reges Vereinsleben zeichnen den Ort aus. Dorfmittelpunkt ist das Dorfgemeinschaftshaus, betrieben vom Kulturverein Mielenhausen e. V., in dem Vereine und Verbände ihre zahlreichen Aktivitäten regelmäßig ausüben.

www.mielenhausen.net

Wappen Mielenhausen

Volkmarshausen

Volkmarshausen (794 Einwohner – Stand: 31.12.2016) soll bereits in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts gegründet worden sein. Eine spätere Urkunde gibt es lediglich von Kaiser Otto III, der 997 dem Kloster Hilwartshausen einen Hof in der „villa“ (Dorf) Volkmarshausen schenkte. Volkmarshausen besaß im Mittelalter eine Schlag-, Öl- und Papiermühle. Heute ist das Industriegebiet Volkmarshausen Standort für Unternehmen aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung. Der Ort, im Schedebachtal gelegen und von Wäldern umgeben, ist Ausgangspunkt für Wander- und Fahrradtouristen. Die Dorfzeitung „Volkmarshäuser Blatt“ erscheint regelmäßig und berichtet über örtliche Veranstaltungen und Ereignisse.

www.volkmarshausen.com

Wappen Volkmarshausen
Wappen Wiershausen

Wiershausen

Wiershausen (690 Einwohner – Stand: 31.12.2016) liegt in einem zur Werra hin offenen Talkessel und ist überwiegend von Laubwäldern umgeben. Der Ort ist vermutlich älter als es die erste urkundliche Erwähnung von 990 bezeugt. Hügelgräber aus keltischer Zeit weisen als Zeitzeugen darauf hin. Das Weberschiffchen im Wappen der Gemeinde erinnert an die Zeit, in der die Leineweberei in Wiershausen als Lebensgrundlage von Bedeutung war.

Mittelpunkt dieses Dorfes ist die weithin sichtbare St. Petri Kirche. Bezeichnend für das gute Miteinander und den Zusammenhalt der Ortsbewohner sind das rege Vereinsleben und die vielfältigen gemeinsamen Veranstaltungen.

www.wiershausen.org

Wappen Oberode

Oberode

Eine große Feier zum 650 jährigen Bestehen wurde im Juni 2005 begangen. Überregionale Bedeutung erlangte Oberode durch das Töpferhandwerk, das jahrhundertelang das Dorfleben geprägt hat. Die restaurierte Brennhütte des letzten Oberöder Töpfers sowie die Ausstellung des Heimatmuseums im Gemeinschaftshaus geben davon Zeugnis auch von der Zigarrenmanufaktur ,die in Oberode von 1894 bis 1931 betrieben wurde.

Ortswappenbeschreibung: „In Rot über silbernem Wellenbalken im Schildfuß eine goldene Töpferscheibe mit behenkeltem goldenen Topf. In Oberode wurde die gewerbliche Töpferei seit altersher betrieben;der nahe Steinberg lieferte den Ton. Die Werra-und Weserflößer beförderten die Erzeugnisse der Töpfer, die wegen ihrer Qualität und ihres reizvollen Dekors guten Absatz fanden,gern auf ihren Fahrten flussabwärts in die deutschen und niederländischen Küstengebiete.“

Die Erwerbsstruktur unterlag in den letzten 100 Jahren großen Veränderungen. Ein einziger Vollerwerbsbauer ist noch in einer GbR tätig,neben einigen Nebenerwerbslandwirten. Fast alle Erwerbstätigen pendeln nach auswärtigen Arbeitstellen. Hier kommt ihnen die zentrale Lage Oberodes zwischen den Mittelzentren Hann.Münden und Witzenhausen bzw. den Oberzentren Kassel und Göttingen zugute.

Die bis zum 31.12.1972 ehemals selbständige Gemeinde Oberode wurde mit der Gebiets-und Verwaltungsreform ab dem 1.1.1973 ein Ortsteil der Stadt Hann.Münden,woraus viele Vorteile für die einst finanzschwache Gemeinde resultierten.Die Infrastruktur erfuhr erhebliche Verbesserungen,was mit der Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm im Jahre 2000 und den damit verbundenenStraßenausbauarbeiten sowie der Sanierung des 1976 eingeweihten Dorfgemeinschaftshauses im Jahre 2013 ihren vorläufigen Abschluss fand.

Das Vereinsleben ist der Kitt der Dorfgemeinschaft. Sport- Gesang-Schützen- und Töpferverein haben im Gemeinschaftshaus eine Bleibe gefunden und halten ihre regelmäßigen Übungsstunden im Clubraum der Halle bzw. im Schützenraum ab. Die ca. 40 aktiven Feuerwehrkameraden sind eine weitere tragende Säule des Ortes.Neben ihren eigentlichen Aufgaben des Brandschutzes sind das Osterfeuer und ein Oktoberfest ein fester Bestandteil im Dorfleben. Die Mundharmonikafreunde Oberode/Ziegenhagen bereichern das kulturelle Angebot und tragen mit ihren auch auswärtigen Auftritten zum positiven Image Oberodes bei. Die Kirchengemeinde Oberode,die mit Hedemünden verbunden ist, hat mit der 1964 eingeweihten Trinitatis-Kapelle einen neuen Mittelpunkt.Regelmäßige Gottesdienste und Zusammenkünfte wie das „Cafe Trinitatis“ finden dort statt.

Oberode hat zur Zeit ca.670 Einwohner und ist ein lebens-und liebenswerter Ort.

 

Quelle: Stadt Hann. Münden, www.hann.muenden.de, Karl-Heinz Held, Gerd Hujahn