Dr. Wolfs Wunderkammer

Die Hann. Mündener Altstadt  ist bald um eine Attraktion reicher: In der Radbrunnenstraße 17 werden die „Denkräume für Kulturgeschichte(n)“ eröffnet werden. Hier verbinden sich wissenschaftliche Themen mit Popkultur und Geschichte(n) aller Art zu einer Mischung aus Museum und Gesamtkunstwerk. Basierend auf dem ästhetischen Konzept historischer Kunst-und Wunderkammern sollen hier Neugier und Begeisterung als Triebfedern für die Kinder- und Erwachsenenbildung genutzt werden.

Im Dialog mit dem Außergewöhnlichen, dem (fast) Vergessenen und Wunderbaren soll dazu angeregt werden, selbst kreativ zu werden – aus altem Wissen und an alten Objekten neue Ideen zu entwickeln. Die von Daniel R. und Sarah Wolf für „Dr. Wolfs Wunderkammer“ zusammengetragenen Artefakte stammen aus allen Bereichen des täglichen Lebens, etwa Natur, Kunst oder Technik und sollen dazu einladen, die Welt in der wir leben, noch einmal neu zu entdecken. Die ausgestellten Objekte selbst tragen dabei, als ehemalige Teile privater Haushalte oder (wissenschaftlicher) Sammlungen bzw. Kunst- und Fundstücke, bereits Geschichte(n) mit sich. Sie werden durch die Einbindung in ein sich ständig erweiterndes und sich veränderndes Ausstellungssystem für neue Assoziationen und Gedankenspiele genauso geöffnet, wie sie ihre eigenen Geschichten erfahrbar machen.

Diese sind zwar immer realitätsbasiert, wagen aber auch Ausflüge ins Fantastische. Ergänzt werden die Exponate der Wunderkammer mit wundersamen Wesen, die Schöpfer Florian Schäfer als„Forgotten Creatures“ bezeichnet. Bei dieser Begegnung gehen die Besucher unterschiedlichsten Mythen rund um Natur-und Hausgeistern auf die Spur. Kobold, Waldschrat, Wichtel und Kornmuhme – ihre Namen sind zahlreich und doch nur noch wenigen Menschen bekannt. Mit dem Projekt„Forgotten Creatures“ hat es sich Florian Schäfer zur Aufgabe gemacht, Sagengestalten der „niederen Mythologie“ in der heutigen Zeit erlebbar zu machen.

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